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copyright Frank Chudoba - Teneriffa inside

Heute fahren wir in die andere Richtung. Unsere erste Station soll Masca sein. Masca haben wir 1992 das erste Mal besucht. Seitdem hat sich dort viel verändert. Masca ist gewachsen, deutlich stärker besucht - besitzt aber immer noch sehr viel Charme. 

Der Weg dahin ist allerdings nicht einfach. Mich plagt dauernde Übelkeit durch die Kurven. Kurz vor Masca gibt es einen kleinen Haltepunkt. Dort steht oft ein PKW aus dem ein ansässiger Bauer (mittlerweile sein Sohn) selbstgemachte Leckereien und Obst verkauft. Im Mai sind die Mispeln ein Hit. Auch die Mandeln sind sehr lecker.

Am Aussichtspunkt ist unsere Tochter auf die Knie gefallen und hat dem jungen Mann ihre Schürfwunde gezeigt und ganz mitleidig Aua Aua gesagt. Das Aua hört sich an wie Agua (Wasser) und er hat ihr sogleich eine gekühlte Flasche Agua gegeben. Sehr süß. Eine witzige Situation.

Weiter geht`s nach Masca rein. Nach einem kurzen Spaziergang durch den Ort kehren wir ein in der „Alten Schule“ um uns ein Guanchen-Gericht zu gönnen. Sehr idyllisch sitzen wir auf der Terrasse und genießen unsere Tortilla El Guanche mit Apfelmus. D. h. unsere Tochter das Apfelmus und wir die Tortilla. Beides ist sehr lecker. Dazu gibt es einen Salat und selbstgemachte Limo. Nach uns kommen noch viele Besucher. Jeder zweite Gast fragt nach einer Cola. Schmunzelnd hören wir immer die gleiche Antwort. Besuchen Sie die Alte Schule und finden Sie heraus, welche Antwort man bekommt, wenn man eine Cola bestellt. Außerdem ist die Alte Schule sicherlich das Restaurant mit der schönsten Aussicht vom Damen-WC. Da bleibt man gerne länger. Nachher gibt es noch einen Barracito und ein Eis, eine musikalische Einlage auf dem Kirchplatz und dann geht es leider schon weiter.

Den Fußweg zum Strand (ca. 4 Std., 400 Höhenmeter bergab) haben wir bei unserem letzten Aufenthalt gemacht. Der war anstrengend, aber wunderschön. Ich konnte 3 Tage keine Treppen mehr steigen - aber es hat sich gelohnt. Nur mit Kind ist das nix. 

Wieder geht es mit dem Auto weiter. Und wieder kommt die Übelkeit. Bis nach Garachico. Diesen Inselabschnitt haben wir bei unseren bisherigen Aufenthalten sträflich vernachlässigt. Und da im Internet viel über Garachico geschwärmt wird ist die Erwartung hoch. Wir starten am Meeresschwimmbad. Dort sind so viele Krebse und dieseNaturbecken muss man schon lieben. Ich tu das nicht. Ich bleib lieber am Strand, in Strandnähe oder im Hotelpool.

Wir machen einen Rechtsschlenker in die Stadt. Es ist ein süßes Städtchen wie man es auf Teneriffa oft findet. An der "Plaza de Juan Gonzalez de la Torre“ stoßen wir auf ein schönes Bauwerk mit mehreren hübschen Innenhöfen und Holzbalkonen. Dieses Gebäude beherrbergt das Rathaus, das Kulturzentrum sowie das Naturkundemuseum. Für ein geringes Eintrittsgeld lohnt sich der Besuch. Wir schlendern noch ein wenig durch Garachico und machen uns dann müde wieder auf den Rückweg.

Die in der Kolumne formulierten Meinungen geben ausschließlich die Auffassung des jeweiligen Verfassers wieder.

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